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Fachkraft für elementarpäd. Sprachförderung (KA)


Berufsbegleitender Lehrgang

Praxisnahe Fortbildung für Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen aus Tageseinrichtungen für Kinder zur Umsetzung gezielter Sprachfördermaßnahmen
Sprachförderung ist derzeit in aller Munde. Viele von Ihnen werden zu Recht sagen, dass der Sprache immer schon als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel eine besondere Bedeutung in allen Bildungsbereichen beigemessen wurde. Sprachanregende Anlässe sind zudem im pädagogischen Alltag integriert und etabliert.

Sprache erschließt den Zugang zur Bildung. Die Sprachkompetenz eines Kindes ist ausschlaggebend für seine Teilhabe an späteren Bildungsprozessen.

Fakt aber ist, dass Deutschland in der internationalen Schulleistungsstudie (PISA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2000 und 2003, in der unter anderem die Lesekompetenz von Fünfzehnjährigen untersucht wurde, schlecht abgeschnitten hat. Jedes vierte Kind hat enorme Schwierigkeiten, einen Text sinnentnehmend zu lesen.

Der Einfluss der sozialen Herkunft auf Schülerleistungen in Deutschland ist überdurchschnittlich hoch und wird nicht aufgefangen. Die am 15. Mai 2006 präsentierte Sonderauswertung der Pisa-Studie von 2003 bestätigt, dass Kinder von Zuwanderern im deutschen Bildungssystem weitgehend abgehängt sind. Migrantenkinder, die nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, sind im deutschen Schulsystem so gut wie ohne Chancen.
(Quelle PISA 2003- Bundesländerbericht)

Bildungspolitische Konsequenzen müssen gezogen werden:
Das Land Nordrhein-Westfalen hält seit 2002 Landesmittel für gezielte Angebote zur Sprachförderung im Elementarbereich für „Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf“ bereit. Ende 2005 wurden die Mittel von der Landesregierung verdoppelt.Mit Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes in NRW sind gezielte Sprachfördermaßnahmen zwei Jahre vor Schulbeginn nach vorheriger Sprachstandsfeststellung ab 2007 im Elementarbereich gesetzlich verankert (§36,Abs.2 SchulG). „Jeder Schulanfänger versteht die Unterrichtssprache. Kinder mit Zuwanderergeschichte bekommen die gleichen Startchancen wie alle anderen Kinder. Ihre soziale Herkunft ist ohne Bedeutung für den schulischen Erfolg. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält ein Recht auf individuelle Förderung.“ (Schulministerin Sommer , Rede im Landtag am 22.06.06)Gleichzeitig „…startet im August 2007 die flächendeckende Einführung von Familienzentren in Nordrhein-Westfalen“, so Familienminister Armin Laschet in seiner Rede vom 11.Mai 06: Sprachförderung wird ein wesentlicher Eckpfeiler in der Elementarpädagogik bei der Umwandlung von Kindertagesstätten in Familienzentren! Es gibt viel zu tun! Die Ressourcen sind da! Fangen wir an!

Ihre Erfahrungswerte hinsichtlich der Sprache und interkulturellen Begegnung im pädagogischen Alltag bilden den Ausgangspunkt unserer Fortbildung.

Wir führen Sie durch den Dschungel von Antragsformularen, Sprachstandserhebungen und Förderprogrammen. Sie erwerben theoretische Grundlagen zur fachlichen und organisatorischen Ausgestaltung gezielter Sprachfördermaßnahmen und erhalten praktische Hilfestellungen zur Umsetzung in Ihrer Einrichtung.

Dozentin
Vera Korb-Ciesla
Erzieherin, Dipl.-Sozialpädagogin, Psychologische Beraterin (mehrjährige Erfahrung in der Vermittlung von Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache im Elementar- u. Primarbereich) mit Kooperationspartnern aus unterschiedlichen Fachrichtungen

Hier einige Informationen zu PISA und IGLU
Der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und der Bildungsbeteiligung hat sich zwar gelockert, ist aber immer noch eng. Im Gymnasium häufen sich Kinder aus der Oberschicht. Die Kinder von ungelernten und angelernten Arbeitern besuchen vor allem die Hauptschule. In der Realschule sind die sozialen Schichten annähernd gleich verteilt.
Insgesamt sind die Chancen eines Arbeiterkindes, anstelle der Realschule ein Gymnasium zu besuchen, viermal geringer als eines Kindes aus der Oberschicht. Die soziale Trennung der Schulen ist in Deutschland sogar größer als in den USA!

Die Untersuchung belegt insgesamt einen deutlichen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und erworbenen Kompetenzen. So stammen die Jugendlichen mit geringer Lesekompetenz (Stufe 1 oder darunter) vor allem aus unteren sozialen SchichtenKinder aus Zuwanderer-FamilienWie beeinflussen Kinder aus Zuwanderer-Familien die Studie? Jugendliche aus national gemischten Familien unterscheiden sich bei der Lesekompetenz nicht von Jugendlichen, deren Eltern beide in Deutschland geboren wurden. Aber: Sind beide Eltern zugewandert, schaffen fast 50% der Schüler/innen nicht mehr als Kompetenzstufe 1, obwohl sie mehrheitlich (über 70%) die deutsche Schule vollständig durchlaufen haben.
Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen auf die Qualität der schulischen Bildung.

Familien mit Migrationshintergrund leben in allen Ländern. In Bezug auf die Zuwanderungsraten ist Deutschland am ehesten mit Schweden vergleichbar. Solange eine Sprachhürde besteht, in der Familie z.B. nicht die Landessprache Umgangssprache ist, ist die soziale Lage der Zuwanderer in der Regel ungenügend.

Lehrgangsdetails 09-2012
Termine:
Auftaktveranstaltung:
14.09.2012
01. 14./15.09.12
02. 28./29.09.12
03. 12./13.10.12
04. 26./27.10.12
05. 09./10.11.12
06. 23./24.11.12
07. 07./08.12.12
08. 11./12.01.13
09. 25./26.01.13
10. 15./16.02.13
Unterrichtsort: Caritas-Akademie Köln-Hohenlind, Werthmannstr. 1a, 50935 Köln
(Termine: Änderungen vorbehalten)
Kosten: 1.150,00 €

Lehrgangsdetails Kompaktkurs 11-2012
Termine:
Auftaktveranstaltung:
16.11.2012
01. 16./17.11.12
02. Blockwoche 1 vom 03.-07.12.2012
03. 18./19.01.13
04. 22./23.02.13
05. Blockwoche 2 vom 04.-09.03.2013
Unterrichtsort: Caritas-Akademie Köln-Hohenlind, Werthmannstr. 1a, 50935 Köln
(Termine: Änderungen vorbehalten)
Kosten: 1.150,00 €


JETZT NEU: Erweiterte Zielgruppe (U3 und Ü6)

Alle Unterrichtsblöcke werden als offene Seminare angeboten und sind demnach auch einzeln zum Preis von 180,00 € pro Schulungswochenende buchbar.
Anmeldungen bitte per E-Mail mit Nennung des Seminartitels und Termins.

» Übersicht Module 11-11 [54 KB]

Workshop
» Workshop: Language Route / "Ich bin Max"

Downloads
» Broschüre "Fachkraft für elementarpädagogische Sprachförderung (KA)" [1.424 KB]

Ansprechpartner
Barbara Heikamp, Tel.: 0221 28395 -17
Brigitte Hohmann, Tel.: 0221 28395 -12
Zentrale, Tel.: 0221 28395 -0
Fax: 0221 28395 -29
E-Mail: barbara.heikamp@kbw-koeln.de